Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Heberleinbremse</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heberleinbremse"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Heberleinbremse rootpage-Heberleinbremse skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Heberleinbremse</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">




<p>Bei der bei <a href="Eisenbahnwagen" title="Eisenbahnwagen">Eisenbahnwagen</a> verwendeten <b>Heberleinbremse</b> (nach Jacob Heberlein, Patent 1856) wird die auf die <a href="Bremsklotz" title="Bremsklotz">Bremsklötze</a> wirkende <a href="Kraft" title="Kraft">Kraft</a> von den zu <a href="Bremse_(Eisenbahn)" title="Bremse (Eisenbahn)">bremsenden</a> <a href="Radsatz" title="Radsatz">Radsätzen</a> über eine schleifende <a href="Reibkupplung" class="mw-redirect" title="Reibkupplung">Reibkupplung</a> erzeugt (siehe <a href="Bremskraftverst%C3%A4rker" title="Bremskraftverstärker">Servobremse</a>), also der <a href="Bewegungsenergie" class="mw-redirect" title="Bewegungsenergie">Bewegungsenergie</a> der Fahrzeuge entnommen. Die Heberleinbremse wirkt somit nicht auch als <a href="Feststellbremse" title="Feststellbremse">Feststellbremse</a>. Die Reibkupplung besteht aus einer auf der Radsatzwelle befindlichen zylindrischen Reibrolle und einem an diese gedrückten Reibrad. Die das Reibrad tragende Achse liegt parallel zur Radsatzwelle mit der darauf befestigten Rolle. Die Umfangskraft des schleifend mitgenommenen Reibrads zieht an einer Kette, die das <a href="Bremsgest%C3%A4nge" class="mw-redirect" title="Bremsgestänge">Bremsgestänge</a> betätigt. Als Kontaktkraft zwischen Rolle und Rad dient die <a href="Gewichtskraft" title="Gewichtskraft">Gewichtskraft</a> eines Gewichtes, das das Reibrad an die Reibrolle drückt. Die Bremsen aller oder einiger Eisenbahnwagen werden mit Hilfe eines über die Wagen durchgehenden <a href="Seil" title="Seil">Seils</a> betätigt. Die Bremsen werden gelöst, indem das Seil gespannt, die Gewichte gehoben und damit der <a href="Reibschluss" class="mw-redirect" title="Reibschluss">Reibschluss</a> unterbrochen wird.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-WB_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-WB-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Reißt das Seil, legen sämtliche Bremsen im Zug an, ebenso bei Seilunterbrüchen durch Zugtrennungen.
</p><p>Das Bremsseil läuft über diverse Stütz- und Umlenkrollen durch alle Wagen. Es verläuft von der Lokomotive bis zum letzten Wagen des Zuges über die Wagendächer, bei Rollwagen durch die Bodenrahmen oder wie beispielsweise bei der <a href="Spreewaldbahn" title="Spreewaldbahn">Spreewaldbahn</a> unter den Wagenböden. Bei entspanntem Seil sind die Gewichte gesenkt, stellen den Reibschluss her und legen damit die Bremsen an. Gespannt wird das Seil mit einer Winde auf dem Führerstand der Lokomotive oder in einem Wagen. In oder an jedem Wagen befindet sich ein Hebel mit zwei Rollen, zwischen denen das Seil S-Form hat. Beim Straffen wird die S-Form schlanker, wodurch sich der Hebel dreht, über eine Zwischenstange das Gewicht hebt und den Reibschluss trennt.
</p><p>Bei Änderung der Fahrtrichtung drehen sich das Reibrad und eine Zwischenrad mit dem Ansatzpunkt der Kette zuerst um etwa 120°, bevor bei geänderter Richtung des Reibrad-Drehmomentes die Kette wieder am Bremsgestänge zieht.
</p><p>Die Heberleinbremse hat eine größere Verzögerung bis zum Einsetzen der Bremswirkung als beispielsweise Druck- oder Saugluftbremsen. Daher ist bei einem Betriebseinsatz heute auf eine entsprechende Schulung und Erfahrung des Triebfahrzeug- und Zugpersonals zu achten. Die <a href="Bremsprobe" title="Bremsprobe">Bremsprobe</a> ist nur in der Bewegung durchführbar.
</p><p>Typisch für die Heberleinbremse sind die gut sichtbaren Seilführungen auf den Wagen. Zur Erleichterung der Zugbildung gibt es Bremsseile in genormten Längen, die durch ebenso genormte Haken verbunden werden. Diese Verbindungshaken sind so ausgelegt, dass sie über die Führungsrollen laufen können. Problematisch und körperlich schwer ist das Verlegen des Bremsseils über die Dächer und unter den Wagenböden insbesondere bei der Zugbildung und im Rangierdienst. Als Bremsseile wurden ursprünglich Hanfseile verwendet, die in Sachsen etwa in den 1950er Jahren durch weniger nässeempfindliches, synthetisches Material ersetzt wurden.
</p><p>Die <a href="K%C3%B6niglich_Bayerische_Staatseisenbahnen" title="Königlich Bayerische Staatseisenbahnen">Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen</a> setzen die Heberleinbremse zwischen 1872 und 1887 bei allen Schnellzügen ein.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Abgelöst wurde die Heberleinbremse zunächst durch <a href="Saugluftbremse" title="Saugluftbremse">Saugluft-</a>, endgültig dann durch die <a href="Druckluftbremse_(Eisenbahn)" title="Druckluftbremse (Eisenbahn)">Druckluftbremse</a>. In der Übergangszeit wurden Triebfahrzeuge mit mehreren Betätigungseinrichtungen und Wagen mit Leitungen für das zweite Bremssystem versehen. Der Lokführer musste bei bremstechnisch gemischten Zügen beide Bremsen bedienen. Genutzt wurde die Heberleinbremse vorwiegend bei Schmalspurbahnen. Ein Anwender mit Regelspur war am Ende des 19. Jahrhunderts die <a href="Halberstadt-Blankenburger_Eisenbahn" title="Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn">Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn</a> insbesondere auf der seinerzeitigen Zahnradstrecke <a href="R%C3%BCbelandbahn" title="Rübelandbahn">Blankenburg–Tanne</a>.
</p><p>Die Heberleinbremse ist wegen ihres Funktionsprinzips (durchgehend und in Störfällen selbsttätig wirkend) noch immer eine zugelassene Betriebsbremse bei der Eisenbahn, speziell bei den geringeren Geschwindigkeiten der Schmalspurbahnen.
</p><p>Bei einigen Schmalspurbahnen in Sachsen können zahlreiche Fahrzeuge mit der Heberleinausrüstung besichtigt werden (<a href="L%C3%B6%C3%9Fnitzgrundbahn" class="mw-redirect" title="Lößnitzgrundbahn">Lößnitzgrundbahn</a>, <a href="Wei%C3%9Feritztalbahn" class="mw-redirect" title="Weißeritztalbahn">Weißeritztalbahn</a>, Schmalspurbahnmuseum Rittersgrün), bei der <a href="Schmalspurbahn_Wolkenstein%E2%80%93J%C3%B6hstadt" title="Schmalspurbahn Wolkenstein–Jöhstadt">Preßnitztalbahn</a> wird regelmäßig mehrmals im Jahr noch Zugbetrieb mit der Heberleinbremse durchgeführt.
</p><p>Das Wirkprinzip der <i><a href="Adalbert_Ritter_von_Schmid" title="Adalbert Ritter von Schmid">kontinuierlichen Schraubenradbremse System Schmid</a></i>, die das ungewollte Lösen der Bremsen beim Zurückrollen verhindert, ähnelt dem der Heberleinbremse.
</p><p>Die <i><a href="G%C3%B6rlitzer_Gewichtsbremse" title="Görlitzer Gewichtsbremse">Görlitzer Gewichtsbremse</a></i> wird auch wie die Heberleinbremse mit einem durchgehenden Bremsseil betätigt. Bei ihr wird die Bremskraft aber nur von größeren oder an längeren Hebeln wirkenden Gewichten und nicht durch Ausnutzen der Bewegungsenergie der Fahrzeuge aufgebracht.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>zp: <i>Heberleinbremse bei der Märkischen Museums-Eisenbahn.</i> In: <i><a href="Eisenbahn-Revue_International" title="Eisenbahn-Revue International">Eisenbahn-Revue International</a></i> 10/2023, S. 494 f.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Heberlein_brake?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Heberleinbremse</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-WB-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-WB_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-WB_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Wolfram Bäumer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.museumseisenbahn.de/images/dev_dme/dme89_1_goerlitzer_gewichtsbremse.pdf"><i>Die Görlitzer Gewichtsbremse</i></a>, Abb. 185. <i>Anordnung der Heberlein-Bremse</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">zeno.org: <i>Meyers Konversationslexikon, Bremsen [2], Bremsen an Eisenbahnfahrzeugen – Nebenbahnen, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Bremsen+%5B2%5D">Heberlein-Bremse (Fig. 8)</a></i>; Gewicht und Seil sind in der Abbildung nicht gezeigt, sie wirken auf die Stange <i>f</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">v. Schacky, v. Völcker:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeno.org/Roell-1912/A/Bayerische+Eisenbahnen"><i>Bayerische Eisenbahnen.</i></a> In: <a href="Victor_von_R%C3%B6ll" title="Victor von Röll">Victor von Röll</a> (Hrsg.): <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeno.org/nid/20011402539"><i>Enzyklopädie des Eisenbahnwesens.</i></a> 2.&nbsp;Auflage. Band&nbsp;2: <i>Bauentwurf–Brasilien.</i> Urban &amp; Schwarzenberg, Berlin&nbsp;/ Wien 1912, S.&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeno.org/Roell-1912/K/roell-1912--021-0064">64</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfram Bäumer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.museumseisenbahn.de/images/dev_dme/dme89_1_goerlitzer_gewichtsbremse.pdf"><i>Die Görlitzer Gewichtsbremse</i></a>, Unterschiede zw. Heberlein- und Görlitzer Bremse s. S. 16/17.</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-12-30" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Heberleinbremse&amp;oldid=262861548">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>